Leugnung der Verbindung zwischen dem jüdischem Volk und dem Land Israel: Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel wird implizit geleugnet in einem Abschnitt eines Schulbuch für die 3. Klasse, der sich mit den Heiligen Stätten in “Palästina: befasst, indem jüdische Stätten ostentativ ausgelassen werden: “Palästina ist ein wichtiges kulturelles., archäologisches und religiöses Zentrum, wo sich Spuren von antiken Kulturen und religiöse Stätten aller monotheistischen Religionen finden, wie die Al Aqsa Moschee, der Felsendom, und die Grabeskirche.” Die Klagemauer fehlt auffallend in dieser Auflistung von Heiligen Stätten. Zu Hebron wird “al-Haram al Ibrahimi” (arabische Bezeichnung für die Höhle der Patriarchen) als muslimische Stätte erwähnt, als Grabstätte von „Abrahman, unserem Meister seligen Andenkens” (obwohl Abraham natürlich ebenso der Patriarch der Juden war wie der Muslime). Die christlichen Stätten wie die Geburtskirche in Bethlehem und die Verkündigungskirche in Nazareth werden aufgezählt. Juden werden in dem Schulbuch für die 8. Klasse gar nicht erwähnt, wo die antiken Kulturen der Region durchgenommen werden. Haltung gegenüber Israel: Leugnung der Existenz von Israel als einer politischer Einheit Ausgehend von der nicht wahrgenommenen Verbindung zwischen Juden und Israel hat das Bildungsministerium der PA einen Lehrplan eingeführt, der Israels politische Existenz ignoriert. Dafür lassen sich viele Beispiele in den untersuchten Schulbüchern finden. Sie entsprechen den Befunden in den früher untersuchten Schulbüchern: Israel wird auf Landkarten der Region nicht gezeigt oder aber als Teil einer als “Palästina” bezeichneten Gegend, israelische Orte werden als palästinensische ausgegeben. Bei einer Umfrage des Palestinian Center for Political Research and Polls vom August 2002 in Ramallah widersetzten sich 88% der Befragten der Ausarbeitung eines palästinensischen Lehrplans, der Israel anerkennen und nicht die Rückgabe von ganz Palästina an die Palästinenser fordern würde. Im Rahmen der Praxis, israelische Lokalitäten zu “adoptieren” werden Drittklässler aufgefordert, drei Berge in Palästina nach ihrer Höhe anzuordnen. Einer dieser Berge ist der Meronberg (auf arabisch “Jarmak”) in der Nähe von Sfad. In einer anderen Übung werden die Schüler veranlasst, Städtegruppen dem richtigen Staat zuzuordnen: Nablus, Sfad und Jerusalem sind zusammen gruppiert, wahrscheinlich als zugehörig zum Staat “Palästina”. Da Israel in diesem Buch nicht überhaupt vorkommt, haben die Schüler keine Veranlassung, es zu erwähnen, insbesondere weil dieser Teil des Buches sich mit der islamischen Welt befasst. Israel wird auf einer kleinen Landkarte ganz ausgelassen, die eine Mathematikaufgabe illustriert, in der die Schüler das Alter des “Staates Palästina” errechnen sollen. Auf einer anderen Landkarte ist zwar die Grüne Linie eingezeichnet, aber der Name “Israel” taucht nicht auf und es sind nur Städte eingezeichnet, die vor der Staatsgründung bereits existierten: Safed, Tiberias, Nazareth, Bet Shean, Akko, Haifa, Jaffa, Jerusalem, Beer Sheba. Lod und Ramle. Eine vollständige, farbige Palästinakarte ohne Grenzen zwischen Israel und den Gebieten erscheint ein paar Seiten weiter. Älteren Schülern wird beigebracht, dass diese mediterrane Gegend in Asien liegt und sich entlang der westlichen und südlichen Küsten der Türkei, durch “al-sham Land” in Syrien, Libanon und Palästina erstrecht. Die beigefügte Karte zeigt und benennt Syrien, Jordanien, den Libanon und Palästina. Israel taucht nirgends auf. Ähnlich wird Israel im Kapitel über die Völker der Region nicht erwähnt im Gegensatz zu Palästina. Von Gaza heißt es, es liege “im südlichen Teil” der palästinensischen Küste, auf der Ostseite des Mittelmeers, 140 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Palästinas, Jerusalem. Weiter geht es im Buch mit der Aussage, dass Palästina eine lange Küste am Mittelmeer und eine ein kurze Küste am Golf von Aqaba besitze. (Anmerkung: Die PA erstreckt sich nicht bis zum Golf von Aqaba). Das Buch impliziert auch, dass Palästina eine politische Einheit und nicht nur ein geographischer Begriff sei, insofern als palästinensische Gesetzgebung behandelt wird, was nur im politischen Kontext Sinn macht. Der Autor dieses Schulbuchs übergeht die israelischen Exporte in die PA und behauptet, “der palästinensische Markt hängt zu 80% des täglichen Konsums von arabischen Importen und Einfuhren aus dem Ausland ab. Negative Darstellung Israels Wo Israel nun einmal tatsächlich existiert, wird es von der PA in einem üblen und gewalttätigen Licht gezeichnet. Wie schon im Schulbuch vom letzten Jahr wird Israel immer gemeinsam mit “Besatzung” oder Ausbeutung und Gewalt erwähnt; in den Schulbüchern ist nichts Positives oder auch nur Neutrales zu finden. Israel wird nicht bei jedem Bezug auf “Besatzung” namentlich erwähnt, aber der Zusammenhang ist klar. Was der Schüler zu Israel lernt, wird über Sätze wie diesen vermittelt: “Der Besatzer verbreitet die Lüge, dass der palästinensische Kampf Terrorismus sei”. Er übt die Verwendung von doppeldeutigen Wörtern mit Sätzen wie “der Mann drehte durch, als die Israelis sein Haus zerstörten” und leitet daraus ab, wer die Feinde der Palästinenser sind, gegen die sie kämpfen müssen. Die Schulbücher betonen, dass die Verbrecher der “Naqba” (Katastrophe, so bezeichnen die Palästinenser die Gründung des Staates Israels 1948), die (so behaupten sie) zur Flucht des größten Teils der Palästinenser führte, die Juden waren, und dies ist der Hintergrund für das Lied, mit dem die Araber ermutigt werden, Palästina zu verteidigen. Eine Autorin beschreibt ihr Leben in Jericho: “Ich werde sie nie vergessen (die Einwohner der Stadt), besonders nachdem die Armee ihre Häuser eingenommen hatte und sich an ihnen rächte, sie schlug und ihnen die Zähne brach. Der Mord an Zivilisten wurde in der Stadt zur Routine.” Die Schulbücher behandeln den “Kulturdiebstahl” am palästinischen Erbe und behaupten, dass die “Besatzung” alles unternommen habe, um die kulturelle Basis der palästinensischen Gesellschaft zu zerstören. Um einen anderen Abschnitt zu zitieren: “Brüder, die Ausbeuter sind zu weit gegangen. Sollen wir ihnen erlauben, dass sie uns unser “Arabertum”, den Ruhm unserer Vorfahren, unsere Souveränität und Würde stehlen?” Das Thema des Schadens am kulturellen Erbe wird in en neueren Schulbüchern milder behandelt als in den Büchern des vorangegangenen Schuljahres, wo es extensiv diskutiert wurde. Mitunter gibt es Abschweifungen im Text, um Israel anzugreifen. Das kann an einem Schulbuch, wie man gute Bürger sein und friedliche Lösungen zu gesellschaftlichen Konflikten finden soll, verdeutlicht werden: “Frage: Welche Rolle spielt die Besatzung bei der Aufwiegelung zu Gewalt?” Und in einem anderen Buch zum richtigen Gebrauch von Wasser, wird der Schüler über die Bedeutung der Brunnen in Palästina unterrichtet, insbesondere angesichts der wachsenden Befürchtung, dass die israelischen Besatzungskräfte Anspruch auf die Wasserquellen erhoben hätten und schon wiederholt versucht hätten, sie zu übernehmen. In den Schulbüchern wird implizit die Botschaft vermittelt, dass gewalttätiger Kampf und Selbstmord die angemessene Reaktion auf die Situation der Palästinenser heute sei. Vor dem Hintergrund der Lehren, die die Rechte der Juden in der Region und Israels politische Identität leugnen und Israel einseitig negativ beschreiben, ist bedeutsam, dass der PA-Lehrplan die gewalttätige Auseinandersetzung unterstützt. Zwar fehlt ein direkter Aufruf zum Jihad – Heiliger Krieg – gegen Israel, aber die verwendete Sprache hat eine Verbindung zu Jihad und Krieg, im besonderen “fehadayoun (Selbstmordattentäter), shahada (Märtyrer, die um Allahs willen in der Schlacht fallen), estshaheed (Martyrium), Verteidigung, Widerstand und Kampf. Der Kontext, in dem diese Worte gebraucht werden, ist eindeutig positiv. |